• Ein Wort auf den Weg

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Willkommen, liebe Goldenen Konfirmanden*innen!


50 Jahre nach Ihrer Konfirmation kommen Sie wieder zusammen. Es ist besonders, sich nach all den Jahren zu treffen und Altvertrautes wiederzuentdecken. Es ist ein bißchen, als ob man nach einem Urlaub wieder nach Hause kommt. Damals und heute. Beides ist miteinander vertraut und doch fremd.
Vielleicht erinnern Sie sich an den Tag Ihrer Konfirmation. Die Jungs in ihrem ersten richtigen Anzug. Die Mädchen in einem besonders schicken Kleid. Vielleicht fühlten Sie sich ein bisschen verkleidet? Die ganze
Vorbereitung zu Hause, die versammelte Familie, die volle Kirche. So aufregend! Vielleicht hatten Sie damals noch nicht wirklich ein Verständnis dafür, was es letztlich bedeutet, die eigene Taufe zu bestätigen und gesegnet zu werden für den weiteren Lebensweg. Aber Sie hatten ganz bestimmt ein Gespür dafür, dass es etwas Großes war, was geschah, bedeutungsvoll für alles Weitere.
„Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.“
Psalmverse, wie dieser Vers aus Psalm 103, gehören zu den biblischen Texten, die zeitlos sind. Mehr noch als vielen anderen Passagen der Bibel gelingt es den Psalmen, Zeiten zu überbrücken. Es sind Lieder, Gedichte, Gebete, die Menschen zu allen Zeiten berühren. Psalmen finden eine Sprache für Gefühle
und Situationen, in denen uns sonst die Worte fehlen.
Jede und jeder von uns trägt eine kostbare Lebensgeschichte in sich. Nicht ohne Verletzungen, Enttäuschungen und Niederlagen. Aber dass wir überhaupt leben,
dass wir viel Gutes erfahren, jeden Tag, das begleitet jede und jeden
von uns. Viel zu schnell wird diese Erkenntnis begraben unter der Aufgabenfülle, die ein verantwortliches Leben mit sich bringt.
Die goldene Konfirmation ist wie ein Verschnaufen auf dem Lebensweg. Ein Blick zurück auf das, was seit der Zeit vor 50 Jahren gelungen ist und was nicht. Und es tut gut, dass wir diesen Rückblick gemeinsam halten können. Zusammen mit den Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden von damals, in der Atmosphäre, die noch die Aufregung von damals atmet.
Einen wünderschönen Tag der Goldenen Konfirmation mit vielen neuen und alten Begegnungen wünscht Ihnen von Herzen
Pastorin Sabine Jeute

 

Friede sei mit Dir, -

so grüßten unsere biblischen Vorfahren einander.

 

Schalom, liebe Kögerinnen und Köger! Sabine.png

Frieden ist in diesen Tagen eine große Sehnsucht.

Seit russische Truppen in die Ukraine einmarschiert sind, lebt Luana in ständiger Sorge – vielen ihrer Freundinnen gehe es ähnlich. Sie hat bereits Notfallkoffer für ihre Kinder gepackt, das Auto ist vollgetankt. "Sobald ich die Nachrichten sehe, die die Bilder der zerstörten Städte in der Ukraine zeigen, wird mir schlecht und ich habe das Gefühl, ich muss sofort die Kinder nehmen und fliehen", sagt die 41-jährige. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren neun Monate und fünf Jahre alten Söhnen in Berlin. "Ich traue Putin alles zu, auch einen Atomanschlag", sagt Luana.

Die Aussicht auf Frieden ist weit weg. Das Kriegsgeschehen macht Angst.

Ist Frieden möglich?

Ich lese beim Propheten Jesaja: Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen. (Jes.2,4)

Dieser Bibelvers wurde zu einem Schlagwort der Friedensbewegung in der ehemaligen DDR: „Schwerter zu Pflugscharen“ - Keine Atomwaffen mehr! Angesichts der Gewalt und der Aufrüstung in der Welt ein winziges Zeichen. Und doch wurde es ein Symbol, dass Menschen bewegte, und in ihnen die Sehnsucht nach Frieden wachhielt. Für Menschen, die sich nicht mit Krieg und Gewalt, mit immer stärkerer Aufrüstung abfinden wollten.

Spreche ich mit einer über neunzigjährigen Dame über Krieg und Vertreibung, spüre ich, wie nah ihr das Thema geht, wie lebendig ihre eigenen Kriegserlebnisse noch im Alter sind, die Vertreibung aus Ostpreußen und viele Jahre ungeliebte Flüchtlinge gewesen zu sein. „Ich hasse Waffen“, sagt sie. „Kriege bringen Kinder um ihre Kindheit. Kriege zerstören Familien. Kriege bringen nur Leid.“

Warum sollte Frieden nicht möglich sein? Hoffnung gegen Hass. Hoffnung gegen sinnlose Gewalt. Ist Frieden zu schaffen schwerer als Krieg zu führen? Können wir nicht lernen, den Hass, die Rechthaberei, die Vergeltungssucht, den Neid und die Sucht nach immer mehr aus unseren Herzen zu verbannen?

Jesaja spricht von der Friedenssehnsucht aller Völker als letztem Ziel, in einer Zukunft, die wir nicht kennen. Jesus ist für Versöhnung, für Frieden, für Vergebung, für Liebe in diese heillose Welt gekommen. Seine Geschichte in unserer Welt ist eine Konfrontation mit dem menschlich Unzulänglichen und Bösen gewesen. Auch seine Jünger, die ihn geliebt, aber nicht immer verstanden haben, haben ihn verraten, verleumdet, an ihm gezweifelt, ihn verleugnet. Jesu Antwort: „Selig sind die Friedfertigen …“ Er hat der Welt, jedem Einzelnen gezeigt, wie Frieden geht. Auf ihn vertraue ich, auch wenn die Lebensumstände dagegensprechen und niederdrücken.

Österlich glauben heißt für mich, Ostern so zu feiern, dass wir es wagen, auch mit schwachen und wackeligen Füßen, vom Raum des Todes und der Lebenszerstörung, aufzubrechen. Mutig weiterzuschreiten, miteinander und einander stützend, weil wir die Fülle des Lebens suchen und die Sehnsucht danach wachhalten. Wir lassen zu, dass Gottes Zuwendung zur Welt an uns wirkt, dass wir berührt werden und unsere Mitmenschen in diese Haltung mit hineinnehmen. Gemeinsam stehen wir dafür ein, dass für bedrängte, bedrohte, angsterfüllte einzelne Menschen, Volkgruppen und Völker, Befreiung und Leben in selbstbestimmter Freiheit möglich wird.

Dazu steht Christus für uns, mit uns, in uns auf - jeden Tag aufs Neue, nicht nur an Ostern, sondern an jedem Tag unseres Lebens.

Ihre Pastorin Sabine Jeute

 

 

 

 

 

                                                                                    
 

 

 

 

 

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