• Ein Wort auf den Weg

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Liebe Köger,

wie werden wir in diesem Jahr Weihnachten feiern?
Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht.
Während ich diese Zeilen schreibe, erreichen die Infektionszahlen in Deutschland einen neuen Höchststand und die Krankenhäuser füllen sich mit Covid-19 Patienten, nicht nur in Bayern, sondern auch in Dithmarschen.

Im letzten Jahr gab es klare Vorgaben. Mit der Möglichkeit zur Impfung ist die Situation dieses Jahr eine andere – nicht unbedingt einfacher. Oma ist vielleicht geimpft, das kleine Enkelkind nicht. Dem Neffen gehen die ganzen Vorsichtsmaßnahmen auf die Nerven, dagegen glaubt die Tante, man könne nicht vorsichtig genug sein. Vater meint, in den Kögen weht genug Wind, um gesund zu bleiben. Allen gemeinsam ist der Pandemiefrust.

Also, wie werden wir Weihnachten feiern? Gemeinsam? In kleinen Gruppen? Per Zoom? Allein?
Gut ist bestimmt, im Vorfeld auszusprechen, was auf der Seele liegt: “Wenn wir zusammenkommen, was brauchst du, was brauche ich?“ Damit meine ich keine immunologische Grundsatzdiskussion am Familientisch. Davon haben wir genug. Es geht darum, wie kann es in uns Weihnachten werden mit der ganzen Vorfreude in diesen düsteren Wochen.

Vielleicht hilft, dass derjenige, der am vorsichtigsten ist, die Regeln bestimmt. So wird auf die Schwächsten Rücksicht genommen. Und das müssen nicht unbedingt die Ältesten und Kränksten in der Familie sein, sondern das können auch die ungeimpften Kinder sein, um die sich die Eltern Sorgen machen.

Ich bin so dankbar, dass es für alle, für die besonders Ängstlichen bis zu den Kritischen, die Möglichkeit des Testens vor dem geplanten Gänsebratenessen gibt. Das entlastet und entspannt. Auch das Umschiffen von heiklen Themen: Die Oma, die entsetzt ist, dass der Enkel aus der Kirche ausgetreten ist oder der Onkel, der zu viel trinkt. Niemand will einen Knall unter‘n Tannenbaum. Besser ist, sich gemeinsam gute Erinnerungen zu erzählen. Wenn uns der äußere Abstand vor Ansteckung schützt, hilft vielleicht auch ein innerer bei brisanten Themen.

„Krippenspiel mit Abstand“ bereiten die Kinder der Seepferdchen-Gruppe mit ihren Erzieherinnen für den Familiengottesdienst am 3.Advent vor. Gebastelt wurden die wunderschönen Figuren von den „Schulis“ und Susanne Bichler im letzten Jahr. Das Krippenspiel fiel aber im Lock-Down 2020 aus. Wir meinen, die Figuren sind zu schön, um in der Abseite zu verschwinden, sondern sie wollen betrachtet und bestaunt werden. Gerade in diesem Jahr - und wir werden einen Weg finden.

Früher behauptete mein Vater
pünktlich zum ersten Advent: „Weihnachten fällt dieses Jahr aus.“ Er meinte das witzig, und ich fand das schrecklich. Mit den Jahren habe ich gelernt, darauf zu vertrauen: Weihnachten lässt sich nicht aufhalten – egal ob du Geschenke bekommst, ob du in einer ungeschmückten Stube sitzt, ob du krank oder pleite bist – Weihnachten verwandelt dich. Für ein paar Stunden und manchmal länger spürst du den himmlischen Glanz, der dein Herz verwandelt und einen besonderen Frieden schenkt, der Verzweiflung tröstet. In diesem Augenblick weißt du, dass es wahr ist, was der Engel einst den Hirten draußen vor Bethlehem verkündetet: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids.“ (Lukas 2,11)

Dass Du dieses Vertrauen in die große Weihnachtsfreude entdeckst, wünscht von Herzen

 

 Ihre Pastorin Sabine Jeute

 

 

Wir wünschen ein frohe Weihnachtenfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2021 !

                                                                                     Der Kirchengemeinderat der Vereinigten Süderdithmarscher Köge
 

 

 

 

 

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